Ein Name für die Gemeinde

Am Sonntag, 31.05.2026, fand im Gemeindehaus an der Alten Kirche eine Gemeindeversammlung statt. Eingeladen hatten erstmals beide Presbyterien aus Kray und Königssteele gemeinsam. 

Die Vorsitzende der Steuerungsgruppe, Anke Berresheim, legte einen allgemeinen Bericht zur Gemeindefusion vor. Aktuell arbeiten die Gremien gemeinsam mit der Verwaltung an einem offiziellen Antrag zur Fusion, der dem Kreissynodalvorstand in seiner Sitzung am 14.07.2026 vorliegen muss. Der Zeitplan ist ambitioniert, mit einer Umsetzung zum 01.01.2027 ist nach Auskunft der Verwaltungsleitung dennoch zu rechnen.  

Weil von Anfang an Einigkeit darin bestand, dass die fusionierte Gemeinde einen neuen Namen erhalten soll, hatten die Leitungsgremien öffentlich um Vorschläge gebeten. Diese konnten anonym eingereicht werden. Eine Auswahl von zehn Namensvorschlägen wurde schließlich zur Abstimmung gestellt. Das Ergebnis der Abstimmung gaben die Presbyterien während der Versammlung bekannt. 

Insgesamt wurden 156 Stimmen abgegeben, davon 132 online, 2 waren ungültig. Die gültigen Stimmen verteilten sich wie folgt: Lukas (4), Lydia (8), Jakobus (9), Bonhoeffer (10), Arche (10), Miriam (13), Hoffnung (19), Christus (20), Unterm Regenbogen (27), Glück auf (34).

Als weitere Grundlage für den Austausch auf der Gemeindeversammlung hatte die beauftragte Arbeitsgruppe eine Tischvorlage zu den vier Vorschlägen mit der größten Zustimmung formuliert. Sie skizzierte Anknüpfungspunkte an die konzeptionelle Ausrichtung der Gemeindearbeit. Ein Austausch dazu fand an Tischgruppen mit bis zu acht Personen statt.

Die Presbyteriumsmitglieder nahmen dabei Argumente für und gegen einzelne Vorschläge mit. Auch kritische Rückmeldungen zum bisherigen Prozess der Namenssuche wurden notiert, um sie in die Beratungen der beiden Presbyterien einzubringen. Anschließend konnten die Anwesenden die vier möglichen Namen mit Hilfe eines Ampelsystems (grün=ja, gelb=kann ich mittragen, rot=nein) noch einmal bewerten. Das Abstimmungsergebnis wurde schließlich im Plenum präsentiert und diskutiert – Christus (10/13/6), Hoffnung (9/11/10), Unterm Regenbogen (10/10/11), Glück auf (30/7/20).

Beschlüsse

Sowohl dieses zweite Abstimmungsergebnis wie auch die Aussprache während der Versammlung zeigten nach Auffassung der Presbyterien, dass mit den bisherigen Methoden kein überzeugendes Ergebnis zu erzielen ist. In der gemeinsamen Sitzung am 01.06. wurde deshalb beschlussmäßig festgehalten, dass

  1. keiner der vier Namen aus der Abstimmung für die fusionierte Gemeinde Verwendung finden wird.
  2. die Gemeinde ab dem 01.01.2027 „Evangelische Kirchengemeinde Essen-Ost“ heißen soll. (Dieser Name wird dem Landeskirchenamt zur Vorprüfung übersandt.)
  3. im Laufe des Jahres 2027 nach Umsetzung der Fusionsbeschlüsse durch das Presbyterium zu prüfen ist, ob eine erneute Namensfindung mit einem weiterentwickelten Beteiligungsprozess gestartet wird.

Danke

Die Presbyterien danken den Mitgliedern der Arbeitsgruppe Identität für ihr unermüdliches Engagement und ebenso allen, die sich im Prozess der Namensfindung beteiligt haben mit ihren Vorschlägen, Voten und kritischen Anmerkungen.