Miteinander-Leben-Regeln

19 Steeler Institutionen haben sich zum „Runden Tisch Essen-Steele“ als Netzwerk zusammengeschlossen. Sie setzen ein sichtbares Zeichen für Toleranz, einen respektvollen Umgang miteinander und gegenseitige Solidarität in unserem Stadtteil durch fünf „Miteinander-Leben-Regeln“ und ihre Umsetzung.

In Altenessen (2016), Katernberg (2017), Altendorf (2018) und Kray (2019) gab es sie schon: Miteinander-Leben-Regeln, die auf Anregung der Initiative „Arche Noah Essen“ durch relevante Organisationen des jeweiligen Stadtteils bei mehreren Treffen gemeinschaftlich ausgehandelt und am Ende feierlich verabschiedet werden. Seit 2021 gibt es sie auch für Steele.

Zwei Fragen sind dabei leitend:

Wie möchten wir in unserem Stadtteil zusammenleben?

Welche Regeln sollen für jede Bürgerin, jeden Bürger gelten?

Die 5 für Steele

Steele ist vielfältig – Wir begegnen allen Menschen mit Respekt, unabhängig von ihrer Religion und Weltanschauung, Hass und Diskriminierung haben bei uns keinen Platz.

Steele zeigt Zivilcourage – Wir engagieren uns für ein demokratisches Miteinander, sehen hin und übernehmen Verantwortung.

Steele schafft Verbindungen – Wir gehen aufeinander zu und reden miteinander.

Steele handelt fair – Wir hören einander zu und lösen Konflikte gewaltfrei.

Steele bleibt nachhaltig – Wir setzen uns ein für den Schutz der Umwelt und des Stadtteils zum Wohl der nachfolgenden Generationen.

Repräsentanten der beteiligten Sportvereine, Schulen und Stadtteilinitiativen, der Bezirksvertretung für den Stadtbezirk VII, der christlichen und islamischen Gemeinden, aus Handel, Sozialwesen und bürgerschaftlichem Engagement kamen am 8. September im Kulturzentrum Grend zusammen, um ihre Unterschrift unter die fünf vereinbarten Regeln zu setzen.

Dabei ist den Mitgliedern des Runden Tisches Essen-Steele durchaus bewusst: Bis die Miteinander-Leben-Regeln überall tatsächlich Realität sind, braucht es einen langen Atem. „Wir wünschen uns, dass die Menschen über die fünf Regeln sprechen und wollen auch selbst viel dafür tun, damit sie bekannt werden und ihre Wirkung entfalten – ob durch die Veröffentlichung und Weitergabe an unsere eigenen Mitglieder, bei Workshops für junge Menschen oder auf dem Steeler Weihnachtsmarkt.“

Im besten Fall sei die Unterzeichnung der Anfang eines fruchtbaren Prozesses, der möglichst viele Menschen einbeziehe. Auch aus diesem Grund wurden die Regeln mit kurzen Erläuterungen versehen und in zwölf verschiedene Sprachen übersetzt. „Wir sind für jeden weiteren Verein und jede weitere Institution dankbar, die die Miteinander-Leben-Regeln unterschreibt und verspricht, sie glaubwürdig zu leben und nach Kräften zu fördern – innerhalb der eigenen Organisation wie auch in der Öffentlichkeit.“

„Steele ist vielfältig“ der Runde Tisch beteiligt sich auch am 18.6.2022

Runder Tisch Essen-Steele

19 Institutionen haben sich zum Runden Tisch Essen-Steele zusammengeschlossen und unterzeichnen am 8. September um 17 Uhr im Kulturzentrum Grend, Westfalenstraße 311, die fünf Miteinander-Lebens-Regeln:

  • Arche Wohngruppe Steele
  • Bezirksvertretung des Stadtbezirks VII
  • Caritas SKF Essen
  • Carl Humann Gymnasium
  • DITIB Türkisch-Islamische Gemeinde zu Essen-Steele e.V.
  • Erich Kästner-Gesamtschule
  • Evangelische Kirchengemeinde Königssteele
  • Gymnasium Wolfskuhle
  • Initiativkreis City-Steele e.V. (ICS)
  • Islamisches Kulturzentrum Uthman Ibn Affan
  • Katholische Kirchengemeinde St. Laurentius
  • Kinder- und Jugendhaus HüWeg
  • Kulturzentrum Grend e.V.
  • Mut machen – Steele bleibt bunt
  • Nachbarschaftsladen
  • Schwimmverein Steele 1911 e.V.
  • Steeler Archiv e.V.
  • Steeler Bürgerschaft e.V.
  • Steeler Ruder-Verein e.V.

Text/Fotos: Ev. Kirchenkreis Essen, Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Ev. Kirchengemeinde Königssteele